Vita, Julia Rinderle
Internationale Konzerttätigkeit
Die Pianistin Julia Rinderle zählt zu den vielseitigen Künstlerinnen ihrer Generation. Sie ist international konzertierend tätig, als Solistin wie auch als Kammermusikerin, und verbindet eine ausgeprägte stilistische Bandbreite mit dramaturgisch durchdachten Programmen und einer starken Bühnenpräsenz.
Sie konzertierte bereits früh mit Orchestern wie der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot und trat u. a. bei den Köthener Bachfesttagen, beim Internationalen Musikfest in Goslar, bei der Kammermusikreihe des Niedersächsischen Staatstheaters, beim Grafenegg Festival, beim Styriarte Festival (mit Übertragung des Konzertes im österreichischen Klassiksender Ö1), im Tivoli Konzertsaal in Kopenhagen, im Gläsernen Saal des Musikvereins, Wien und im Herkulessaal der Residenz München auf.
Im Sommer 2016 spielte sie Konzerte in den USA im Rahmen des renommierten Klavierfestivals Pianofest in the Hamptons und trat 2019 bei einer China-Tournee mit sechs Solo-Rezitalen u.a. in Wuhan, Peking und Chongqing auf.
Pianistische Ausbildung
Julia Rinderle schloss sowohl ihr Master-Studium im Fach Klavier an der HMTM – Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Roland Krüger als auch ihr Master Studium im Fach Klavierkammermusik und Liedgestaltung in der Klasse von Prof. Imre Rohmann am Mozarteum Salzburg mit der Note 1,0 ab.
Zahlreiche Meisterkurse für Klavier und Kammermusik bereicherten ihre Ausbildung, unter anderem bei Prof. Bernd Glemser, Prof. Matthias Kirschnereit, Prof. Emanuel Ax, Prof. Bernd Goetzke, Prof. Matti Raekallio, Prof. Karl-Heinz Kämmerling, Prof. Badura-Skoda und Prof. Arie Vardi.
CD Veröffentlichungen
Im Juni 2025 erschien bei CAvI Music (Deutsche Grammophon Vertrieb) die CD „GRANDES DAMES“ mit Werken von Komponistinnen, eingespielt gemeinsam mit der Cellistin Marilies Guschlbauer. Weitere Informationen zur CD
Im Mai 2019 veröffentlichte sie ihr zweites Solo-Album „Schubertiade on Piano“ beim Label ARS Produktion. Pressestimmen und Erwerb der CD
Im Februar 2016 erschien ihre Debüt-CD bei HELBLING im Vertrieb von NAXOS mit der Weltersteinspielung der „Geisterszenen“ von Anselm Hüttenbrenner und den „Geistervariationen“ von Robert Schumann. Pressestimmen und Erwerb der CD
Wettbewerbe, Preise, Auszeichnungen (Auswahl)
- 2024 Musikförderpreis des Bezirks Schwaben
- 2023 Kulturpreis der Stadt Memmingen
- 2021 und 2022: Stipendiatin „Neustart Kultur“
- „Silver Medal“ für Sophia Herbig und Julia Rinderle beim Wettbewerb „5th International Music Competition“ in Manhattan, USA (2020)
- Kulturförderpreis der Rupert-Gabler-Stiftung (2016)
- 1. Preis beim II. Internationalen Jugend Pianisten Wettbewerb in Troisdorf (2013)
- 1. Preis mit Höchstpunktzahl beim Internationalen Klavierwettbewerb „Lia Tortora“ in Italien (2012)
- 1. Preis und Publikumspreis beim 16. Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerb in Kassel (2010)
- 4 verschiedene Sonderpreise beim 11. Internationalen Münchner Klavierpodium (2011)
- 3. Preis beim Internationalen Wettbewerb Concorso Argento in Italien (2011)
- 2. Preis beim Internationalen Charles Hennen Concours in den Niederlanden (Kammermusik) (2007)
- 2. Preis beim Nationalen Bachwettbewerb in Köthen (2007)
- 3. Preis und Preis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes beim Kleinen Schumannwettbewerb in Zwickau (2006)
- 1. Preis beim Steinway-Wettbewerb in München (2003)
Julia Rinderle war Stipendiatin des Deutschland-Stipendiums (2012-2013) und des Stipendiums „Musik braucht Freunde“ (2011).
Vielseitigkeit
Julia Rinderle moderiert ihre Konzerte gerne selbst, ergänzt Programme durch Hintergrundinformationen und Anekdoten und ist offen für innovative Konzertformate sowie interdisziplinäre Projekte (Literatur, Schauspiel, Bildende Kunst). Ein weiteres Anliegen ist ihr die Musikvermittlung an ein junges Publikum; regelmäßig gastiert sie in Schulen und Bildungsprojekten wie „Rhapsody in School“.
Ihr besonderes Engagement gilt der Aufführung und Wiederentdeckung von Werken von Komponistinnen – sowohl historisch als auch zeitgenössisch.
Neben dem klassischen Repertoire widmet sich Julia Rinderle intensiv der zeitgenössischen Musik. Sie arbeitet regelmäßig mit lebenden Komponist*innen zusammen, bringt neue Werke zur Aufführung und beteiligt sich an interdisziplinären Projekten, in denen Musik mit Literatur, Bildender Kunst oder Performance in Dialog tritt. Ihre Programme sind häufig thematisch konzipiert und verbinden Klang, Inhalt und gesellschaftliche Fragestellungen – etwa zu Natur, Erinnerung, Identität oder Klimawandel.
Von 2016-2026 war sie zudem künstlerische Leiterin des von ihr gegründeten Klavierfestivals „Klangperspektiven Allgäu e. V.“.
Lehrtätigkeit
2019-2022 war sie Lehrbeauftragte für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und ist seit Oktober 2020 Dozentin für Klavier und Korrepetition an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.
Darüber hinaus gab sie mehrere Meisterkurse, u.a. im Rahmen des internationalen „Sommer Klavier Festivals“ in Troisdorf, und war als Jurorin beim Internationalen „Louis Spohr- Wettbewerb“ in Kassel, beim Internationalen „Jugend Pianisten Wettbewerb“ in Troisdorf und beim Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ tätig.